Suche liebevolle Partnerin

Alles hatte damit angefangen, dass ich eines Tages bei einer Freundin eine Sexzeitung in die Hand bekam, in der eine Reihe Leute nach Sexpartnern suchten. Mit Aktbildern stellten sie sich vor und sagten offen, wonach sie suchten. Mein Blick hatte sich an einer hübschen jungen Frau festgehakt, die auf ihrem Foto all ihre Reize zeigte. In der Bildunterschrift stand, dass sie auf diesem Wege mangels anderer Gelegenheiten eine liebevolle Frau suchte. Ich musste mächtig schlucken, schlug tapfer die Seite um, kam aber schon Minuten später wieder darauf zurück. Wie Liebe auf den ersten Blick war es, was ich für dieses schöne Gesicht empfand, das von einer schönen blonden Mähne umrahmt war. Ich konnte nicht vergleichen, ob unten die Haarfarbe gleich war. Glatt rasiert hatte sie ihre Scham. Ausnehmend gut gefiel es mir, wie sich ihr lockender Schlitz weit in den fleischigen Schamberg hinein zog. Ihre kleinen zierlichen Brüste gaben ihr etwas von einem ganz jungen Mädchen, obwohl sie sicher fünfundzwanzig war.
Noch am gleichen Abend formulierte ich meine Zuschrift. Sechs oder sieben Mal verwarf ich den Text. Ich wollte sicher gehen, dass ich sie schon mit meinen Zeilen einfing. Dazu legte ich ein Aktbild von mir. Schließlich hatte sie sich mit ihrem sogar an die Öffentlichkeit gewagt. Schon am nächsten Abend gegen dreiundzwanzig Uhr meldete sich am Telefon eine angenehm rauchige Stimme: „Hier ist deine Liebe auf den ersten Blick!“
„Karina!“ schrie ich vor Überraschung auf. Schon hörte ich: „Entschuldige die späte Stunde. Ich konnte nach deinem Brief nicht bis morgen warten. Du hast mich ganz verrückt gemacht ... mit deinem Brief und auch mit dem Bild. Weißt du, wie gut es mir jetzt geht? Ich liege nackt auf meinem Bett, habe ein dickes Kissen zwischen den Beinen, dein Bild vor Augen und deine Stimme am Ohr.“
„Meine Stimme? Du lässt mich ja gar nicht zu Wort kommen.“
Heiter klang es aus dem Hörer: „Wenn sich auf mein Inserat nicht noch eine Hollywoodschönheit meldet, muss ich dich sofort kennen lernen.“
Bald eine ganze Stunde quatschten wir miteinander. Ich glaube, zwei Frauen sind innerhalb einer Stunde am Telefon selten so intim geworden. Ich konnte mir am Ende ein Bild machen, wie sehnsüchtig sie auf eine Partnerin wartete. Was gab es nun noch zu überlegen. Ich sagte so dahin: „Am liebsten würde ich mich in meinen Wagen setzen und sofort zu dir kommen.“
„Tus doch einfach“, lockte sie. „Schrecken dich etwa die sechzig Kilometer? Die späte Stunde?“
„Sag das noch einmal“, drohte ich scherzhaft, “und ich bin in einer Stunde bei dir.“
Sie rief mir noch ein paar obszöne Worte zu, die mir verrieten, wie geil sie war. Ich wollte nichts anbrennen lassen, konnte mir vorstellen, dass sie eine Menge Zuschriften bekommen hatte. Ich musste die erste Auserwählte sein. Fünf Minuten später saß ich im Wagen.
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